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So life was good!

†  David Parker (1940 – 2013)


Nahezu unbemerkt von der Gilde der Kakteenfreunde wurde David im Frühjahr 2013 von der Seite seiner lieben Frau Gladys gerissen. Trotz einiger Spekulationen über seinen Gesundheitszustand erhielten wir hier in Großbritannien und Deutschland die Trauerbotschaft nicht, erst heute, wo wir diese Zeilen schreiben, erlangten wir traurige Gewissheit darüber.

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Gladys & David Parker (Foto: via D. Parker)


Im August dieses Jahres jährte sich der Geburtstag von David Anthony Hayden Parker zum 75. Mal: Grund genug würdig an unseren bescheidenen und doch so bekannten Freund zu erinnern.

Einer Empfehlung Roy Mottrams folgend begann im März 1983 die ausdauernde Zusammenarbeit Davids mit Nigel Taylor zur Vorbereitung einer Echinocereen-Monografie. Viele Besuche von Nigel in der ERC, damals in Bordesley Green East, Birmingham, folgten. Die ERC-Pflanzen wurden studiert, fotografiert, entliehen und kehrten zurück! Davids Beitrag zum Buch war so umfassend, dass Nigel ihm in einem Brief vom 5. September 1983 schrieb: „Ich hoffe, Sie fühlen sich bereit mir bei einigen Beschreibungen zu helfen – dafür möchte ich Ihnen die Mitautorschaft der Monografie antragen“. Diskussionen folgten und wir dürfen annehmen, dass David bescheiden, wie er war, ablehnte.

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2/3 der ERCollection 1995 (Foto: D. Parker)


Durch (Brief-)Freundschaften auf dem Gebiet der Kakteen, als Sammler russischer Briefmarken und Country & Western-Platten unterhielt und pflegte David viele Bekanntschaften. Er war ein passionierter Sammler. Selbst nachdem er seine Echinocereus-Referenz-Collection (über 1500 Pflanzen) im April 2000 in die Hände von Henry Lisowski abgegeben hatte, kamen die Kakteen doch Stück für Stück zurück: über 200 Echinocereen, 300 Zwergopuntien und Tephrokakteen und auch noch eine ganze Anzahl Lithops! So konnte sich David verstärkt der Pflege seiner geliebten Frau Gladys widmen und doch weiter für die Echinocereen engagieren. Dazu bemerkte er 2003 in einem Brief: „So life is good!“

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Sammlung 2006 (Foto: D. Parker)

Über seinen persönlichen Weg zu den Kakteen berichtet er u.a. in CaVeKa (Parker 2006), sodass dies hier nicht wiederholt werden muss. Doch eines ist zu ergänzen: In vorbildlicher Weise hatte er seine ERC-Pflanzen dokumentiert und wir erhielten einige Sprosse von wertvollen Feldsammlungen mitsamt Kopien aus seiner Kartei.

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Wenn auch die Sammlung von Herrn Lisowski nicht erhalten werden konnte, so finden wir doch den „Geist“ durch die Liste mit den ERC-Nummern und einigen Fotos online, welche eine wertvolle Ergänzung für die von David persönlich erhaltenen Bilder sind. Aus seinem Briefwechsel mit Udo Raudonat (†) können wir immerhin einen kleinen bildhaften Einblick geben. In Echinocereus parkeri N.P. TAYLOR und seinen Unterarten (vgl. Felix & Blum 2011) wird die Erinnerung an David Parker fortleben. Sein Schaffen darf uns allen Vorbild sein.

Im August 2015, P. Berresford & M. Lange

 

Dieses Jahr liegt die Publikation meines ersten Buches, Echinocereus, 30 Jahre zurück. David Parker half mir sehr mit Pflanzen und durch seine Pflegehinweise. Er ist Co-Autor des Kapitels zur Kultur. Einen großzügigeren Menschen traf ich nie. Im Grunde bekam er nichts, gab aber alles. Gladys und er lebten unter einfachen Bedingungen, waren aber stets bemüht mich gut zu versorgen, wenn ich sie besuchte. So bleibt ein kleines Stückchen Birmingham für immer in meinem Herzen. Ich glaube,
das Beste, was ich je getan habe, war, zum Dank einen Echinocereus als parkeri zu benennen; doch heute wünschte ich, ich hätte mehr getan. Bis zum Zeitpunkt, als ich nach Singapur ging, erhielt ich jedes Jahr eine Weihnachtskarte mit einem Echinocereenbild aus seiner Sammlung. Ein herzensguter Mann, der mit derselben Hingabe für seine geliebte Ehefrau sorgte.

Nigel Taylor
Direktor (Botanischer Garten Singapur)

 

Cyriel de Herdt 85 Jahre


Am 9. November 2016 feiert Cyriel de Herdt seinen 85. Geburtstag (also nicht im Juni wie irrtümlich berichtet).
Cyriel de Herdt ist der Letzte der drei Gebrüder de Herdt, der noch aktiv ist in der von ihnen gegründeten Kakteengärtnerei.

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Cyriel de Herdt, kurz vor seinem 85. Geburtstag (Foto: Michael Lange)


Der älteste Bruder Jos ist vor einigen Jahren gestorben. Der mittlere Bruder George wohnt seit vier Jahren in einem Pflegeheim, nachdem er viele Jahre von Cyriel zu Hause versorgt wurde.
Was begonnen hat mit einem gepfropften Kaktus, welchen Cyriel auf dem "Vögelchen-Markt" in Antwerpen gekauft hat, haben die drei Brüder zu einer Zucht ausgebaut, welche ein Begriff in der Kakteenwelt ist.

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Cyriel de Herdt und Michael Lange inmitten der Echinocereen-Sammlung (Foto: Henk Ruinaard)


Mit seinen 85 Jahren ist Cyriel noch sehr vital. Er braucht nur noch einige Stunden Schlaf und ist frühmorgens  schon wieder im Gewächshaus zu finden. Alleine versorgt er heute die immer noch umfassende und eindrucksvolle Privatsammlung, welche aus Nachzuchten rekrutiert wurde. Hier stehen noch immer Pflanzen, welche aus Stecklingen oder Samen vermehrt wurden,  die einst zugeschickt wurden von den Größen der Kakteenwelt, wie K. Backeberg, A. Lau, G. Schwarz, L. Benson, M. Cárdenaz, F. Ritter, H. Krainz usw.
Er kann schier endlos und unterhaltsam über diese Kontakte sowie über die Pflanzen, die er für sie vermehrt hat, erzählen, mit einem der Höhepunkte: Mammillaria deherdtiana.
Wir wünschen Cyriel noch viele erfüllte Jahre inmitten seiner besonderen Kakteenzucht.

Henk Ruinaard

Der älteste Bruder Jos ist vor einigen Jahren gestorben. Der mittlere Bruder George wohnt seit vier Jahren in einem Pflegeheim, nachdem er viele Jahre von Cyriel zu Hause versorgt wurde.

Was begonnen hat mit einem gepfropften Kaktus, welchen Cyriel auf dem "Vögelchen-Markt" in Antwerpen gekauft hat, haben die drei Brüder zu einer Zucht ausgebaut, welche ein Begriff in der Kakteenwelt ist.

Einladung zur 25. Herbsttagung

am 6./7. Oktober 2012

 

Hotel Lindenhof

Ottilienstraße 4 http://www.lindenhof-warstein.de/images/detail.gif
59581 Warstein

Tel. 02902 / 97050
Fax 02902 / 970540
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.lindenhof-warstein.de

Doppelzimmer mit Frühstück 80 €
Einzelzimmer mit Frühstück 55 €

Aufpreis für Halbpension 12,50 €,
VP 17,50 € pro Person

 

Anmeldeschluss: Reservierungsgarantie bis 31. Juli 2012, spätere Buchungen sind davon abhängig, ob noch Zimmer frei sind.

Damenprogramm am Samstag: Brauereibesichtigung und wenn gewünscht, nach dem Mittagessen: Besuch der Bilsteinhöhlen (Tropfsteinhöhlen).

Der Vorstand